Schwangerschaft (IGeL)

Schwangerschaft (IGeL)

Da wir Sie in Ihrer Schwangerschaft optimal betreuen möchten, bieten wir Ihnen neben der Schwangerschaftsvorsorge im Rahmen der gesetzlichen Mutterschaftsrichtlinien weitere von Ihnen frei zu wählende individuelle Vorsorgeleistungen an. Diese sogenannten IGel-Leistungen sollen Ihnen basierend auf den neusten Erkenntnissen der Medizin noch mehr Sicherheit geben, dass sich Ihr Kind gesund entwickelt und Ihre Schwangerschaft normal verläuft.

Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen

In der gesetzlichen Mutterschaftsvorsorge sind bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft lediglich drei Ultraschallunter-
suchungen vorgesehen.

Gerne führen wir auf Wunsch zusätzliche Untersuchungen durch. Hierdurch haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind genau im Wachstum zu beobachten. Weitere Auffälligkeiten wie z.B. vermindertes Frucht-
wasser oder Entwicklungsverzögerungen können so frühzeitig erkannt werden. Ganz unabhängig von den medizinisch sinnvollen Aspekten bietet der Ultraschall die Möglichkeit, dass Sie eine noch intensivere vorgeburtliche Beziehung zu Ihrem Kind entwickeln.

Wenn Sie nicht jedes Mal von neuem überlegen möchten, ob Sie einen Ultraschall wünschen, bieten wir Ihnen in unserem Paket „Baby im Bild“ bis zu vier weitere Ultraschalluntersuchungen zusätzlich an.

3D-Ultraschalluntersuchung

Der 3D-Ultraschall ermöglicht die räumliche Darstellung Ihres Kindes und der einzelnen Körperteile. Es werden dieselben Schallwellen wie bei einem herkömmlichen Ultraschall verwendet. Aus diesem Grund ist der 3D-Ultraschall dabei vollkommen unschädlich, da er absolut keine Strahlenbelastung für Sie und Ihr Kind darstellt.

Der dreidimensionale Effekt entsteht durch eine hoch entwickelte Computersoftware, welche die verschiedenen Aufnahmen und Ebenen des Schalls zu einem Gesamtbild verarbeitet.

Voraussetzung für schöne 3D-Bilder ist eine ausreichende Fruchtwassermenge und eine geeignete Lage Ihres Kindes in der Gebärmutter.

Gerne führen wir einen 3D-Ultraschall bei Ihnen durch. Sie erhalten alle Bilder auf CD.

Zuckerbelastungstest

Ein erhöhter Blutzucker in der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes)
gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen in der Schwanger-
schaft und kann zu ernsten Komplikationen für Sie und vor allem für Ihr Kind in der Schwangerschaft und bei der Geburt führen.

Wird ein Schwangerschaftszucker nicht oder nur unzureichend behandelt, dann besteht für Ihr Kind ein hohes Risiko, später dick zu werden und selbst Diabetes zu bekommen. Knapp die Hälfte aller Mütter mit Schwangerschaftszucker entwickeln nach der Schwangerschaft innerhalb von zehn Jahren einen Typ-2-Diabetes.

Um eine schwangerschaftsbedingte Zuckererkrankung nicht zu übersehen, führen wir zwischen der 25. und 28. Schwangerschafts-
woche einen Zuckerbelastungstest durch. Hierbei trinken Sie ein Glas mit einer speziellen Zuckerlösung und nach einer Stunde nehmen wir Ihnen Blut zur Bestimmung des Blutzuckers ab. Sollte ein zu hoher Blutzuckerwert bestehen, werden Sie in der Schwangerschaft zur optimalen Einstellung des Blutzuckers von einem Diabetologen mit-
betreut.

Der Zuckertest wird seit dem 1.7.2013 von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Überprüfung Ihres Immunstatus

Verschiedene Infektionskrankheiten können während der Schwangerschaft eine akute Gefahr für Ihr Kind darstellen. Diese Infektionen werden oft nicht akut bemerkt, da sie bei Ihnen kaum Symptome hervorrufen.

Untersuchung auf Toxoplasmose-Antikörper
Tritt eine Erstinfektion mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft auf, kann dies die Entwicklung Ihres Kindes beeinträchtigen und auch in seltenen Fällen zu Fehlgeburten in der Frühschwanger-schaft führen. Toxoplasmose wird durch engen Kontakt mit Katzen und durch Verzehr von rohem Fleisch übertragen.
Sollten Sie bei der Blutuntersuchung am Anfang der Schwangerschaft keinen Schutz gegen Toxoplasmose haben, werden zwei weitere Blutuntersuchungen in der 22. und 32. Schwangerschaftswoche durchgeführt.
Diese Untersuchungen sind sehr sinnvoll, da bei einer Infektion mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft eine gut verträgliche antibiotische Behandlung möglich ist und somit die Gefahr für das ungeborene Kind erheblich herabgesetzt werden kann.

Untersuchung auf Cytomegalie
Die Cytomegalie gehört zu den häufigsten Virusinfektionen, die Kinder während der Entwicklung im Mutterleib schädigen können.
Etwa die Hälfte aller Schwangeren hat keinen Schutz vor Cytomegalie-viren. Mindestens ein Prozent dieser Frauen steckt sich unbemerkt während der Schwangerschaft damit an.
Besonders gefährdet sind schwangere Mütter von symptomlosen Wickelkindern, bei denen das Virus mit dem Urin und Speichel ausge-schieden wird. Das Risiko, dass auch das ungeborene Kind infiziert wird, beträgt über 40 Prozent.
Die Folgen einer Infektion bei ungeborenen Kindern können sehr schwer sein. Die Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Cytomegalie-viren sollte am Anfang der Schwangerschaft erfolgen. Falls Sie keinen Schutz gegen das Cytomegalievirus haben, empfehlen wir Ihnen weitere Kontrolluntersuchungen alle vier Wochen.
Wird eine akute Infektion in der Schwangerschaft nachgewiesen, kann durch eine spezielle Antikörpertherapie das Risiko für Ihr Kind herabgesetzt werden.

Ringelröteln (Parvovirus B19)
Durchschnittlich die Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter besitzt keinen Immunschutz. Eine Infektion in der Schwangerschaft mit Ringelröteln kann schwere Folgen für das ungeborene Kind haben.
In der Frühschwangerschaft kann es zu einer Fehlgeburt kommen, in der fortgeschrittenen Schwangerschaft zu einer schweren Erkrankung Ihres Kindes bis hin zur Totgeburt. Eine Infektion mit Ringelröteln in der Schwangerschaft ist insbesondere zwischen der 14. und 28. Schwangerschaftswoche gefährlich für Ihr Kind.
Da das Ansteckungsrisiko vor Beginn des Hautausschlags am höchsten ist und im Erwachsenenalter die Infektion atypisch verläuft, kann man sich vor einer Infektion meist nicht erfolgreich schützen.
Eine Therapie der Infektion ist bislang nicht verfügbar. Daher sollte der Immunstatus bei Beginn der Schwangerschaft bekannt sein.

Untersuchung auf Bakterien

Infektionen der Scheide können Ihrem Kind unter der Geburt gefährlich werden. Deshalb ist es sinnvoll, eine Infektion der Scheide mit Bakterien vor der Geburt auszuschließen.

Abstrich auf B-Streptokokken
Eine Streptokokkeninfektion der Scheide kommt bei einem Drittel aller Frauen vor und verläuft meistens symptomlos. Eine Infektion in der Schwangerschaft kann jedoch unter der Geburt zu einer schweren
Infektion bei Ihrem Kind führen. Durch einen Abstrich gegen Ende der Schwangerschaft, kann eine Infektion mit B-Streptokokken aus-
geschlossen werden. Sind B-Streptokokken bei Ihnen nachweisbar,
werden Sie unter der Geburt antibiotisch behandelt, so dass keine Gefahr für Ihr Kind besteht.

Abstrich auf Gonokokken
Eine Infektion mit Gonokokken( Tripper) in der Schwangerschaft kann eine große Gefahr für Ihr Neugeborenes darstellen. Wenn sich ein Neugeborenes bei der Geburt infiziert, kommt es zu einer schweren
Augenentzündung, die zu vollkommener Blindheit führen kann. Daher bieten die Kliniken und Geburtshäuser die sogenannte Credésche
Prophylaxe an. Hierbei wird dem Neugeborenen 0,5 – 1% Silbernitrat-
lösung in die Lidfalten des Auges geträufelt, um eine Augeninfektion mit Gonokokken zu verhindern, die zur Erblindung führen kann. Dies ist für Ihr Kind jedoch schmerzhaft.
Falls Sie wissen möchten, ob die Augentropfen bei Ihrem Kind nach der Geburt notwendig sind, können Sie einen Abstrich auf Gonokokken von uns durchführen lassen.